Wie der CRM-Kontext Ihres Kunden die Deduplizierungslogik prägt
Bauen Sie eine Abgleichlogik, die zum CRM-Kontext Ihres Kunden passt.
Feldkombinationen nutzen statt Treffer auf einem einzelnen Feld
Ein Abgleich über ein einzelnes Feld erzeugt Fehler; selbst E-Mails sind unzuverlässig, wenn die Formatierung uneinheitlich ist, Domains wechseln oder Einträge veraltet sind. Der Abgleich sollte auf Feldkombinationen beruhen, die zusammen für höhere Sicherheit sorgen.
Bevor Sie eine Logik definieren, sehen Sie sich an, wie Ihr Kunde die Felder in seinem CRM nutzt. Steht in den meisten Datensätzen eine Telefonnummer, nehmen Sie sie in die Match-Optionen auf. Fehlt die E-Mail oft oder ist sie uneinheitlich, priorisieren Sie andere Felder wie Firmenname oder Aktivitätsdatum.
Bewährte Kombinationen sind zum Beispiel:
- Vorname + Nachname + Telefonnummer
- Vorname + Nachname + E-Mail + Firma
- Firmenname + Adresse + Postleitzahl
Tipp: Verwenden Sie nur Felder, die durchgängig gefüllt und über zuverlässige Prozesse gepflegt werden.
Merge Rules am Verhalten der Felder ausrichten, nicht nur am Inhalt
Feldwerte müssen danach beurteilt werden, wie sie aktualisiert und genutzt werden. Eigene Domains spiegeln oft die Unternehmensidentität wider, aber nicht immer. Aktivitätsdaten zeigen Engagement, aber nur bei konsistenter Erfassung. Bevor Sie ein Feld gewichten, prüfen Sie, wie es ins System gelangt.
Konzentrieren Sie sich auf Felder, die aktuelle Relevanz zeigen:
- E-Mail-Domain: unterscheidet private von geschäftlicher Identität
- Letzte Aktivität: zeigt, welcher Kontakt zuletzt aktiv war
- Lead-Status oder Lifecycle-Phase: Automatisiert gepflegt, spiegelt die aktive Pipeline wider
- Firmenzuordnung: nützlich, wenn sie konsistent gepflegt wird und zu den Geschäftsprozessen passt
Verlassen Sie sich nicht auf das Erstellungsdatum – es sagt, wann ein Datensatz angelegt wurde, aber nicht, ob er noch relevant ist. Prüfen Sie, ob ein Feld über Formulare, Integrationen oder manuell aktualisiert wird, und wie verlässlich die Daten dadurch sind.
Vollständigkeit eines Datensatzes nicht als Qualitätsmaßstab nehmen
Mehr ausgefüllte Felder bedeuten nicht automatisch den besseren Datensatz. Ein Profil mit vielen Feldern stammt vielleicht aus einem einmaligen Import, während ein schlankerer Datensatz aktiv genutzt wird – mit korrekten Verknüpfungen und aktuellem Besitzer.
Bauen Sie die Match-Logik darauf auf, wofür die Felder stehen, nicht darauf, wie viele gefüllt sind. Wenn Sie Merge Rules mit Wertpriorisierung nutzen, können Sie bestimmte E-Mail-Domains (etwa Gmail, Outlook, Yahoo) gezielt verlieren lassen, sobald sie auf eine Firmendomain treffen. So behalten Sie die Datensätze, die an ein Unternehmen gebunden sind, wenn dieser Unterschied zählt.
Weitere Beispiele:
- Gehören beide Datensätze zur selben Person, haben aber unterschiedliche Owner, behalten Sie den mit der neueren Aktivität
- Wenn der Firmenname nur in einem Datensatz steht und das Feld automatisiert oder über geprüfte Prozesse gepflegt wird, nutzen Sie ihn als Entscheidungskriterium
Prüfen Sie Annahmen über den Wert eines Felds anhand des Verhaltens einzelner Datensätze, nicht nur anhand der Menge.
Match-Logik mit einem definierten Prüfprozess bestätigen
Jede Merge Rule gehört getestet, bevor Sie sie breit anwenden. Die Prüfung verhindert Fehlzuordnungen und hilft bei der Entscheidung, welche Datensätze zusammengeführt und welche behalten werden.
- Starten Sie einen Scan mit Ihrer geplanten Match-Logik. Beginnen Sie mit 10–20 Dubletten
- Exportieren Sie die Ergebnisse und prüfen Sie eine Stichprobe manuell. Achten Sie auf Sonderfälle, Namenskonflikte oder falsch verknüpfte Datensätze
- Datensätze mit geringer Geschäftsrelevanz identifizieren (keine offenen Deals, kein aktueller Besitzer, keine jüngste Aktivität). Diese Menge für Test-Merges nutzen
- Prüfen Sie nach dem Merge Feldwerte, Verknüpfungen und Owner-Zuordnungen im CRM
- Verfeinern Sie Ihre Match-Logik anhand der zusammengeführten Datensätze, nicht nur anhand der Absicht der Regel
Wiederholen Sie diesen Zyklus bei jeder wesentlichen Änderung Ihrer Merge-Kriterien.
Logik passend zur jeweiligen CRM-Instanz aufbauen
Jedes Kunden-CRM hat eigene Muster bei Dateneingabe, Feldnutzung und Automatisierung. Selbst bei gleicher CRM-Plattform lässt sich die Match-Logik nicht ohne Prüfung und Anpassung wiederverwenden.
Gehen Sie pro CRM strukturiert vor:
- Zentrale Felder auf Konsistenz und Datenqualität prüfen
- Erfassen Sie, wie Felder aktualisiert werden (manuelle Eingabe, Automatisierung, Import, Integration)
- Feldkombinationen bilden, die eine stabile und überprüfbare Identität über Datensätze hinweg abbilden
- Legen Sie Merge Rules fest, die abbilden, welche Felder je nach ihrer Rolle im Geschäftsprozess gewinnen sollen
- An einer kleinen Auswahl testen, Ergebnisse prüfen und bei Bedarf nachjustieren
Übertragen Sie Konfigurationen nicht von einem CRM auf ein anderes. Standardisieren Sie stattdessen Prüfung und Aufbau. Skalierbar ist die Methode, nicht die Logik.
Dedupely hilft Partnern, Match-Einstellungen aufzubauen, zu testen und auszuführen, die zur Nutzung des jeweiligen Kunden-CRMs passen. Hier starten.
Wenn Sie ein neues Bereinigungsprojekt starten, lesen Sie unseren Leitfaden zu Der schnellste Weg für Agenturen, kurzfristig zu deduplizieren.
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